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Gefahrenvorsorge

Was sollte man im Katastrophenfall zu Hause haben

Katastrophenfall Ausstattung
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Zu einem Katastrophenfall zählen Naturkatastrophen, ein mehrere Tage andauernder Stromausfall oder ein Kriegsausbruch. Kommt es zu einem solchen in Deutschland, unterstützen Bund und Länder sowie verschiedene Hilfsorganisationen die Betroffenen. Jedoch dauert es teilweise Tage, bis die Hilfe jeden erreicht. Um diese Zeit zu überbrücken, empfiehlt das BBK, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, einen Notfallvorrat anzulegen. Dieser umfasst Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel.

Checkliste für den Katastrophenfall

Lebensmittel-Notvorrat

Für die Nahrungsversorgung in Katastrophenzeiten empfiehlt sich ein haltbarer Vorrat, der möglichst zehn Tage abdeckt. Neben ausreichend Wasser schließt er energiereiche, nicht verderbliche Speisen ein. Eine gute Wahl sind Konserven mit Nudeln, Suppen oder Gemüse.

Energieversorgung

Ohne Strom funktionieren elektrisches Licht, Elektroherd und Elektroheizungen nicht. Fehlt das Gas, verliert die klassische Heizung ebenfalls die Funktionalität. Für Licht eignen sich Taschenlampen mit Ersatzbatterien. Kerzen bergen Brandgefahr und sollten nur unter ständiger Aufsicht verwendet werden.

Hygienevorrat

Durch Schmutz und unhygienische Zustände entstehen Krankheiten und Infektionen. Das vermeiden Sie mit einem Grundvorrat an Haushaltshandschuhen, Seife und Mundhygieneartikeln.

Medikamente

Für die grundlegende medizinische Versorgung brauchen Sie einen vollständigen Erste-Hilfe-Kasten. Neben Mullbinden und Pflastern sollte er Desinfektionsmittel, Pinzette und Schere enthalten. Legen Sie einen Vorrat individuell verordneter Medikamente an und stimmen Sie weitere Arzneimittel für die Hausapotheke mit Arzt oder Apotheke ab.

Selbstschutz

Selbstschutz bedeutet vor allem, Gefahren früh zu erkennen, Auseinandersetzungen zu vermeiden, sichere Bereiche aufzusuchen und Polizei oder Rettungsdienst zu alarmieren. Waffen oder vermeintliche Selbstverteidigungsgegenstände können Situationen eskalieren und unterliegen unterschiedlichen rechtlichen Vorgaben.

Katastrophenfall vorbereiten – was gibt es zu beachten?

Mit einer Grundversorgung planen umsichtige Personen für unterschiedliche Notsituationen vor. Das BBK empfiehlt, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können; bereits ein Vorrat für mindestens drei Tage ist ein sinnvoller Anfang. Dieser erspart es, in Gefahrensituationen für einen Einkauf das Haus zu verlassen.

Zum Erwärmen von Speisen kann ein geeigneter Campingkocher dienen. Er darf wegen Brand- und Vergiftungsgefahr nur gemäß Herstellerangaben und in der Regel ausschließlich im Freien betrieben werden; als Raumheizung ist er ungeeignet.

Ebenso zählt witterungsgerechte Kleidung zur Grundversorgung. Geschützt vor Schmutz und Feuchtigkeit findet Woll- oder Thermokleidung an einem trockenen, schnell zugänglichen Ort Platz. Alternativ oder ergänzend zur warmen Kleidung kommt eine Rettungsdecke infrage.

Redaktionstipp: Die Grundausrüstung für den Katastrophenfall bewahren Vorsorgende geschützt vor Nässe und Schmutz auf. Der Lagerort sollte trocken, sicher und auch bei Stromausfall schnell erreichbar sein. Alle Familienmitglieder wissen bestenfalls über den Aufbewahrungsort Bescheid.

Welche Lebensmittel sind im Fall einer Katastrophe wichtig?

Die Art der Katastrophe entscheidet über die Produkte, die für Notfälle vorsorgen. Aus Sicherheitsgründen ergibt es Sinn, sich mit seinem Vorrat auf mehrere Notfallsituationen vorzubereiten. Fällt beispielsweise die Wasserversorgung aus, braucht eine Familie für jedes Mitglied laut Empfehlung des BBK etwa zwei Liter Flüssigkeit pro Person und Tag. Dieses dient als Trink- und Brauchwasser. Um es aufzubewahren, eignen sich stabile Wasserkanister aus Kunststoff oder rostfreiem Metall. Alternativ gibt es Notwasserbeutel im Set.

Fällt der Strom aus, weisen Produkte aus der Tiefkühltruhe eine begrenzte Haltbarkeit auf. Der Grundvorrat besteht aus dem Grund aus Lebensmitteln, die mehrere Monate oder sogar Jahre halten. Diese sollten einen täglichen Energiebedarf von 2.200 Kalorien abdecken. Zu ihnen zählen:

  • Nudeln,
  • Reis,
  • Trockenobst,
  • Nüsse oder
  • Zwieback

Konserven trumpfen ebenfalls mit einer langen Haltbarkeit auf. Um Dosensuppen, -gemüse, -nudeln oder -fleisch zuzubereiten, braucht es einen Dosenöffner. Hilfreich ist bruchfestes Geschirr. Campinggeschirr aus Melaminharz, Aluminium oder Edelstahl kommt dafür infrage.

Mit einem kleinen und leicht bedienbaren Campingkocher lassen sich Wasser und Speisen erwärmen. Er ist keine Raumheizung und darf nur entsprechend der Bedienungsanleitung verwendet werden. Neben Feuerzeug und Streichhölzern brauchen Anwender für dessen Betrieb Brennmaterial. Als Lichtquelle dienen beispielsweise bei einem Stromausfall wiederaufladbare Kurbel-Taschenlampen oder Solartaschenlampen. Für eine zeitweise Stromversorgung kann ein benzinbetriebener Stromgenerator infrage kommen. Verbrennungsmotoren dürfen wegen Kohlenmonoxidgefahr niemals in Gebäuden, Garagen oder anderen geschlossenen Bereichen betrieben werden.

In das hauseigene Notfallpaket gehört eine Powerbank, mit der es gelingt, im Notfall das Smartphone oder andere Akkugeräte aufzuladen. Zusätzlich empfiehlt sich ein Kurbelradio. Durch das Drehen der Kurbel, lädt der Akku. Dies macht es möglich, stromunabhängig wichtige Radiomeldungen zu hören. Eine Alternative besteht in einem klassischen batteriebetriebenen Radio mit UKW- oder DAB+-Empfang.

Redaktionstipp: Welcher Raum im Ernstfall Schutz bietet, hängt von der konkreten Gefahr ab. Beachten Sie behördliche Warnungen; Keller können etwa bei Hochwasser lebensgefährlich sein.

Um Medikamente, Erste-Hilfe-Kasten und die wichtigsten Hygieneartikel sicher aufzubewahren, empfiehlt sich eine wasser- und feuerfeste Box. Kleine Taschen, deren Material Feuchtigkeit und Hitze standhält, eignen sich zum Transport wichtiger Dokumente wie Ausweis und Reisepass.

Zur persönlichen Sicherheit sind Abstand, Fluchtmöglichkeiten und das frühzeitige Alarmieren der Polizei wirksamer als das Mitführen vermeintlicher Waffen. Rechtliche Fragen zu Abwehrmitteln hängen vom Produkt und der konkreten Situation ab und sollten nicht pauschal beantwortet werden.