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Gefahrenvorsorge

Trinkwasser- und Lebensmittelversorgung in Krisen

Trinkwasser und Lebensmittel in Krisen: Warnungen verstehen, Vorräte lagern, Kühlware beurteilen und ohne gefährliche Improvisationen kochen.

Starkregenschutz
Trinkwasser und Wasservorrat für Krisen

Fällt die Versorgung aus oder wird Trinkwasser behördlich eingeschränkt, benötigt ein Haushalt eine einfache Reserve. Menge und Zusammensetzung müssen zu Personen, Gesundheit, Ernährung, Tieren und Lagerplatz passen.

Bei einer Trinkwasserwarnung: Ausschließlich die Angaben des Gesundheitsamts oder Wasserversorgers befolgen. Filtern oder Abkochen entfernt nicht jede chemische oder radioaktive Verunreinigung.

Warnung, Abkochgebot und Nutzungsverbot unterscheiden

Ein Abkochgebot kann bestimmte mikrobiologische Risiken betreffen. Ein Nutzungsverbot kann auch Waschen, Zähneputzen oder die Zubereitung von Nahrung ausschließen. Entscheidend ist der genaue Wortlaut der lokalen Meldung.

  1. Meldung vollständig lesen und betroffene Straßen oder Versorgungsbereiche prüfen.
  2. Vorgaben zum Abkochen, Nutzungsverbot oder zur Entnahme an Ausgabestellen befolgen.
  3. Wasser nicht allein nach Aussehen, Geruch oder Geschmack beurteilen.
  4. Zähneputzen, Eiswürfel, Babynahrung, Tiertränken und Lebensmittelreinigung mitdenken.
  5. Entwarnung abwarten und Hinweise zum Spülen der Leitungen beachten.

Wasservorrat praktisch lagern

Original verschlossene Getränke sind unkompliziert. Wiederbefüllbare Behälter müssen lebensmittelecht, sauber, dicht und eindeutig gekennzeichnet sein. Lagere Wasser möglichst kühl, dunkel und getrennt von Kraftstoffen, Reinigungsmitteln oder anderen Chemikalien.

  • Einlagerungsdatum sichtbar notieren.
  • Behälter regelmäßig auf Trübung, Beschädigung und Undichtigkeit prüfen.
  • Große Mengen auf mehrere tragbare Behälter verteilen.
  • Faltkanister vollständig trocknen und nach Herstellerangaben lagern.
  • Zusätzlichen Bedarf für Tiere, Hygiene und medizinische Versorgung einplanen.

Lebensmittelvorrat ohne Fehlkäufe

Geeignet sind vertraute Lebensmittel, die tatsächlich gegessen werden. Berücksichtige Allergien, Unverträglichkeiten, Säuglingsnahrung und Tierfutter. Ein rotierender Vorrat aus dem normalen Einkauf ist wirtschaftlicher und zuverlässiger als selten kontrollierte Spezialpakete.

Bedarf Praktische Auswahl Darauf achten
Ohne Kochen verzehrfertige haltbare Lebensmittel Dosenöffner und Portionsgrößen
Kurze Zubereitung Lebensmittel mit wenig Wasser- und Energiebedarf sichere Kochmöglichkeit
Besondere Ernährung bekannte Ersatzprodukte Verfügbarkeit und Haltbarkeit
Kinder und Tiere vertraute Nahrung und ausreichend Flüssigkeit keine kurzfristigen Futterwechsel

Kühl- und Gefrierware nach Stromausfall

Öffne Kühlschrank und Gefriergerät so selten wie möglich. Die sichere Nutzungsdauer hängt von Ausgangstemperatur, Füllstand, Raumtemperatur und Dauer des Ausfalls ab. Leicht verderbliche Lebensmittel können gesundheitsschädlich sein, obwohl Geruch und Aussehen unauffällig wirken. Bei Unsicherheit gelten die Empfehlungen der Lebensmittelüberwachung.

Kochen ohne Strom

Kohlenmonoxid-Gefahr: Grills, Generatoren sowie Gas- und Benzinkocher niemals in Wohnräumen, Kellern, Garagen oder Zelten betreiben. Lüften macht ungeeignete Verbrennungsgeräte nicht sicher.

Bevorzuge zunächst Lebensmittel, die ohne Erhitzen gegessen werden können. Für zugelassene Kochgeräte im Freien müssen Brennstoff, standsicherer Aufstellort, Abstand zu brennbaren Materialien und Brandschutz geklärt sein.

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Weitere Checklisten bietet der BBK-Ratgeber zur Krisenvorsorge.

Allgemeine Orientierung; lokale Trinkwasser- und Lebensmittelwarnungen haben Vorrang.