
Fällt die Versorgung aus oder wird Trinkwasser behördlich eingeschränkt, benötigt ein Haushalt eine einfache Reserve. Menge und Zusammensetzung müssen zu Personen, Gesundheit, Ernährung, Tieren und Lagerplatz passen.
Warnung, Abkochgebot und Nutzungsverbot unterscheiden
Ein Abkochgebot kann bestimmte mikrobiologische Risiken betreffen. Ein Nutzungsverbot kann auch Waschen, Zähneputzen oder die Zubereitung von Nahrung ausschließen. Entscheidend ist der genaue Wortlaut der lokalen Meldung.
- Meldung vollständig lesen und betroffene Straßen oder Versorgungsbereiche prüfen.
- Vorgaben zum Abkochen, Nutzungsverbot oder zur Entnahme an Ausgabestellen befolgen.
- Wasser nicht allein nach Aussehen, Geruch oder Geschmack beurteilen.
- Zähneputzen, Eiswürfel, Babynahrung, Tiertränken und Lebensmittelreinigung mitdenken.
- Entwarnung abwarten und Hinweise zum Spülen der Leitungen beachten.
Wasservorrat praktisch lagern
Original verschlossene Getränke sind unkompliziert. Wiederbefüllbare Behälter müssen lebensmittelecht, sauber, dicht und eindeutig gekennzeichnet sein. Lagere Wasser möglichst kühl, dunkel und getrennt von Kraftstoffen, Reinigungsmitteln oder anderen Chemikalien.
- Einlagerungsdatum sichtbar notieren.
- Behälter regelmäßig auf Trübung, Beschädigung und Undichtigkeit prüfen.
- Große Mengen auf mehrere tragbare Behälter verteilen.
- Faltkanister vollständig trocknen und nach Herstellerangaben lagern.
- Zusätzlichen Bedarf für Tiere, Hygiene und medizinische Versorgung einplanen.
Lebensmittelvorrat ohne Fehlkäufe
Geeignet sind vertraute Lebensmittel, die tatsächlich gegessen werden. Berücksichtige Allergien, Unverträglichkeiten, Säuglingsnahrung und Tierfutter. Ein rotierender Vorrat aus dem normalen Einkauf ist wirtschaftlicher und zuverlässiger als selten kontrollierte Spezialpakete.
| Bedarf | Praktische Auswahl | Darauf achten |
|---|---|---|
| Ohne Kochen | verzehrfertige haltbare Lebensmittel | Dosenöffner und Portionsgrößen |
| Kurze Zubereitung | Lebensmittel mit wenig Wasser- und Energiebedarf | sichere Kochmöglichkeit |
| Besondere Ernährung | bekannte Ersatzprodukte | Verfügbarkeit und Haltbarkeit |
| Kinder und Tiere | vertraute Nahrung und ausreichend Flüssigkeit | keine kurzfristigen Futterwechsel |
Kühl- und Gefrierware nach Stromausfall
Öffne Kühlschrank und Gefriergerät so selten wie möglich. Die sichere Nutzungsdauer hängt von Ausgangstemperatur, Füllstand, Raumtemperatur und Dauer des Ausfalls ab. Leicht verderbliche Lebensmittel können gesundheitsschädlich sein, obwohl Geruch und Aussehen unauffällig wirken. Bei Unsicherheit gelten die Empfehlungen der Lebensmittelüberwachung.
Kochen ohne Strom
Bevorzuge zunächst Lebensmittel, die ohne Erhitzen gegessen werden können. Für zugelassene Kochgeräte im Freien müssen Brennstoff, standsicherer Aufstellort, Abstand zu brennbaren Materialien und Brandschutz geklärt sein.
Weiterführende Inhalte
- Krisenvorrat mit Lebensmitteln
- Faltkanister für den Wasservorrat
- Notfall-Wasserbeutel
- Wasserfilter und ihre Grenzen
- Kochen ohne Strom
Haushaltscheck
Wie gut ist Dein Haushalt für eine Unterbrechung der Versorgung vorbereitet?
Ziel: 10 Tage · 2 Liter Wasser je Person und TagDie Anzeige unterstützt die private Vorsorge. Bei akuter Gefahr gelten ausschließlich behördliche Warnungen und Anweisungen.
Weitere Checklisten bietet der BBK-Ratgeber zur Krisenvorsorge.
Allgemeine Orientierung; lokale Trinkwasser- und Lebensmittelwarnungen haben Vorrang.
