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Gefahrenvorsorge

Persönliche Vorsorge für Haushalt und Familie

Persönliche Krisenvorsorge für Haushalt und Familie: Vorräte, Medikamente, Kommunikation, Dokumente, Notgepäck und regelmäßige Kontrolle.

Notgepäck und persönliche Krisenvorsorge

Persönliche Vorsorge soll den Alltag bei einem zeitweisen Ausfall von Strom, Wasser, Heizung, Einkaufsmöglichkeiten oder Kommunikation überbrücken. Entscheidend ist kein fertiges Standardpaket, sondern ein gepflegter Plan, der zu Haushalt, Gesundheit, Wohnform und Region passt.

Realistischer Einstieg: Das BBK empfiehlt möglichst eine Selbstversorgung für zehn Tage. Schon ein Vorrat für mindestens drei Tage hilft und kann schrittweise erweitert werden.

Vorsorge in sieben Bereichen

  1. Wasser und Lebensmittel: haltbare, vertraute Produkte auswählen, die ohne aufwendige Zubereitung genutzt werden können.
  2. Gesundheit: persönliche Medikamente, Medikamentenliste, Erste-Hilfe-Material, Brillen und besondere Bedarfe berücksichtigen.
  3. Licht und Information: Taschenlampen, Akkus, Powerbanks und ein netzunabhängiges Radio bereithalten.
  4. Wärme und Kleidung: Decken, Schlafsäcke und geeignete Kleidung einplanen, ohne brandgefährliche Heizlösungen zu improvisieren.
  5. Dokumente und Geld: wichtige Unterlagen, Kopien, Schlüssel und eine angemessene Bargeldreserve geordnet lagern.
  6. Notgepäck: nur so viel einpacken, wie sicher getragen werden kann.
  7. Familienplan: Treffpunkte, Kontaktperson und Zuständigkeiten vorher festlegen.

Individuelle Bedürfnisse entscheiden

Säuglinge, ältere oder pflegebedürftige Menschen, chronisch Kranke und Haustiere benötigen eigene Vorräte und Abläufe. Kühlpflichtige Medikamente, elektrische Hilfsmittel, Mobilitätseinschränkungen oder besondere Ernährung müssen vor einer Krise geklärt werden.

  • Wer benötigt täglich Medikamente oder medizinische Verbrauchsmittel?
  • Welche Geräte brauchen Strom und welche sichere Ersatzlösung besteht?
  • Wer kann beim Verlassen des Gebäudes helfen?
  • Welche Nahrung, Hygieneartikel und Transportmöglichkeiten brauchen Kinder oder Tiere?
  • Welche Nachbarn oder Angehörigen sollten informiert werden?

Vorsorge in drei Etappen aufbauen

Etappe 1: drei Tage überbrücken

Beginne mit Getränken, direkt verzehrbaren Lebensmitteln, Medikamenten, Licht, Radio, geladenen Powerbanks und Hygieneartikeln. Das ist der größte Hebel für wenig Aufwand.

Etappe 2: auf zehn Tage erweitern

Ergänze den Vorrat schrittweise und nutze Produkte aus dem normalen Haushalt. Was regelmäßig verbraucht und ersetzt wird, veraltet seltener unbemerkt.

Etappe 3: besondere Risiken ergänzen

Hochwassergebiet, längere Heizungsunterbrechung, Pflegebedarf oder notwendige Heimtechnik verlangen zusätzliche Lösungen. Erst jetzt lohnt sich die Prüfung spezieller Ausrüstung.

Dokumentenmappe und Notfallkontakte

Kopien wichtiger Dokumente sollten geschützt und für eine Evakuierung erreichbar sein. Dazu gehören Ausweise, Versicherungsunterlagen, medizinische Informationen, Vollmachten, Eigentumsnachweise und wichtige Verträge. Digitale Kopien sind eine Ergänzung, aber kein Ersatz, wenn Strom oder Internet fehlen.

Vorräte müssen gewartet werden

  • Lebensmittel und Getränke nach dem Prinzip „zuerst rein, zuerst raus“ verbrauchen.
  • Akkus, Radios und Taschenlampen vierteljährlich testen.
  • Medikamente, Batterien und Filter nach Ablaufdaten prüfen.
  • Kleidung und Notgepäck an Jahreszeit und Körpergröße anpassen.
  • Kontaktdaten und Treffpunkte mindestens halbjährlich kontrollieren.
Werkzeug 01

Haushaltscheck

Wie gut ist Dein Haushalt für eine Unterbrechung der Versorgung vorbereitet?

Ziel: 10 Tage · 2 Liter Wasser je Person und Tag

Die Anzeige unterstützt die private Vorsorge. Bei akuter Gefahr gelten ausschließlich behördliche Warnungen und Anweisungen.

Weiterführende Bereiche

Werkzeug 04

Persönlicher Notfallplan

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Amtliche Grundlage

Der BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ bietet aktuelle Checklisten und Hinweise.