Wenn Telefon und Messenger überlastet sind, entstehen schnell widersprüchliche Absprachen. Ein Kontaktplan legt deshalb vorab fest, wen der Haushalt informiert, wo sich alle treffen und wer Entscheidungen übernimmt. Er muss so einfach sein, dass Kinder und Gäste ihn verstehen.
Diese Kontakte gehören auf das Blatt
- alle Haushaltsmitglieder mit Mobilnummer
- eine Kontaktperson außerhalb der eigenen Region
- Hausarzt, Apotheke und bei Bedarf Pflegedienst
- Schule, Kita oder Betreuungseinrichtung
- Vermieter, Hausverwaltung oder Hausmeister
- Tierarzt und mögliche Tierbetreuung
Die Nummern 112 und 110 gehören ebenfalls auf den Plan. Sie sind jedoch für akute Notfälle bestimmt. Allgemeine Rückfragen oder Lageinformationen dürfen die Leitstellen nicht zusätzlich belasten.
Treffpunkte sinnvoll auswählen
Der nahe Treffpunkt eignet sich nach einem Wohnungsbrand oder einer kurzfristigen Räumung. Er sollte Abstand zum Gebäude haben und Einsatzwege freihalten. Der zweite Treffpunkt hilft, wenn Straßen gesperrt oder größere Bereiche betroffen sind. Vereinbart zusätzlich eine alternative Route.
Wenn niemand erreichbar ist
- Textnachrichten benötigen oft weniger Netzkapazität als längere Telefonate.
- Alle melden sich bei derselben Kontaktperson außerhalb der Region.
- Niemand fährt ohne Absprache in einen Gefahrenbereich zurück.
- Amtliche Warnungen und Anweisungen haben Vorrang vor dem privaten Treffpunkt.
Auf Papier und im Telefon
Speichere die Daten im Mobiltelefon, verlasse Dich aber nicht darauf. Je eine Papierkopie gehört in Geldbörse, Schulranzen, Dokumentenmappe und Notgepäck. Kinder sollten ihre Adresse und mindestens eine Telefonnummer kennen. Medizinische Informationen werden nur aufgenommen, wenn sie im Notfall erforderlich sind.
Alle sechs Monate prüfen
Kontrolliere Telefonnummern, Adressen und Zuständigkeiten. Ein kurzer Test zeigt, ob alle den Treffpunkt finden und wissen, wen sie kontaktieren. Änderungen bei Schule, Pflege, Arbeitsplatz oder Wohnort werden sofort eingetragen.
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Grundlage: BBK-Ratgeber und Checklisten zur Notfallvorsorge.
