
Diese Checkliste bündelt die wichtigsten Vorbereitungen für einen zeitlich begrenzten Stromausfall. Sie ersetzt keine individuelle Planung für medizinische Geräte, Pflege oder eine fest installierte Notstromanlage.
Licht und Orientierung
- LED-Akkuleuchten für Aufenthaltsraum, Flur und Treppen
- Taschen- oder Stirnlampen für Haushaltsmitglieder
- passende Ersatzbatterien
- feste, im Dunkeln erreichbare Aufbewahrungsorte
Information und Kommunikation
- batterie- oder kurbelbetriebenes Radio
- geladene Powerbanks und passende Kabel
- wichtige Telefonnummern auf Papier
- Warn-App NINA eingerichtet, amtliche Warnseite bekannt
- Treffpunkt für den Fall ausgefallener Kommunikation vereinbart
Wasser und Lebensmittel
- individuell geplanter Trinkwasservorrat
- haltbare Lebensmittel, die kalt oder mit wenig Energie zubereitet werden können
- manueller Dosenöffner
- Kühlbox, Kühlakkus und Kühlschrankthermometer
- Vorräte regelmäßig verbrauchen und ersetzen
Wärme und Haushalt
- Decken, Schlafsäcke und warme Kleidung
- Thermosflaschen und geeignete Isoliergefäße
- Medikamente, Hygieneartikel und Haustierbedarf
- kein Grill, Stromerzeuger oder ungeeignetes Heizgerät im Innenraum
Ersatzstrom realistisch planen
- notwendige Verbraucher und deren Leistungsaufnahme erfassen
- Anlaufleistung von Kühl- und Pumpengeräten beachten
- Powerstation regelmäßig laden und testen
- Generator ausschließlich im sicheren Außenbereich betreiben
- feste Hauseinspeisung nur durch Elektrofachbetrieb
Alle sechs Monate prüfen
Ladezustände, Batterien, Haltbarkeiten, Telefonnummern und den individuellen Hilfebedarf kontrollieren. Nach jeder Nutzung fehlende Artikel ersetzen. Änderungen im Haushalt – etwa neue Medikamente, ein Pflegegerät oder ein Haustier – müssen in den Plan aufgenommen werden.
Vertiefe die Planung mit dem Notfallplan für Zuhause, der Seite Notstromversorgung und dem Überblick Stromausfall und Energieversorgung.
Check nach dem Stromausfall
Wenn die Versorgung wiederhergestellt ist, große Verbraucher möglichst nacheinander einschalten. Prüfe die Temperatur im Kühlschrank und Gefrierschrank und verwende empfindliche Lebensmittel nur, wenn ihre sichere Kühlung nachvollziehbar ist. Bei ungewöhnlichem Geruch, beschädigten Leitungen oder wiederholt auslösenden Sicherungen eine Elektrofachkraft einschalten.
Wer braucht einen eigenen Vorsorgeplan?
Haushalte mit Kindern, pflegebedürftigen Menschen oder elektrisch betriebenen medizinischen Hilfsmitteln sollten zusätzliche Kontaktwege und eine sichere Ersatzversorgung mit Fachpersonen vereinbaren. Medikamente, notwendige Unterlagen und erreichbare Ansprechpartner gehören an einen festen Platz. Ein normales Akkugerät ersetzt nicht automatisch eine medizinische Notstromlösung.
Vertiefend helfen die ersten Schritte bei Stromausfall und Lebensmittelsicherheit ohne Strom.
