Haustiere sind Teil des Haushalts und müssen von Anfang an in den Notfallplan aufgenommen werden. Bei einer kurzfristigen Räumung fehlt häufig die Zeit, Transportbox, Medikamente und Unterlagen erst zusammenzusuchen.
Grundbedarf passend zum Tier
- Futter und Trinkwasser in geeigneter Menge
- Näpfe, Leine, Geschirr oder Transportbox
- regelmäßig benötigte Medikamente
- Hygiene- und Reinigungsmaterial
- Decke oder vertrauter Gegenstand
- Kopie wichtiger Tierunterlagen
Vorräte müssen zur Tierart, Größe und Gesundheit passen. Futter wird regelmäßig verbraucht und ersetzt, damit es nicht unbemerkt verdirbt.
Transport vorher ausprobieren
Eine Transportbox hilft nur, wenn sie erreichbar und passend ist. Tiere sollten behutsam daran gewöhnt werden. Prüfe, ob Box, Tier und weiteres Notgepäck tatsächlich transportiert werden können. Für mehrere Tiere braucht es klare Zuständigkeiten.
Unterbringung vorab klären
Nicht jede Notunterkunft kann Tiere aufnehmen. Vereinbare deshalb Alternativen bei Verwandten, Freunden, Tierpensionen oder anderen geeigneten Stellen. Notiere Telefonnummern und Bedingungen. Eine spontane Annahme darf nicht vorausgesetzt werden.
Medikamente und besondere Bedürfnisse
Erstelle bei chronisch kranken Tieren eine kurze Übersicht zu Medikamenten, Dosierung, Fütterung und behandelnder Tierarztpraxis. Lagerung und Transport richten sich nach den jeweiligen Präparaten. Änderungen werden mit der Tierarztpraxis abgestimmt.
Bei einer Evakuierung
- Eigenschutz und amtliche Anweisungen beachten.
- Tier sichern, bevor Türen dauerhaft geöffnet werden.
- Transportmittel, Unterlagen und Medikamente mitnehmen.
- Am Zielort Wasser, Ruhe und ausbruchsichere Unterbringung gewährleisten.
- Vermisste Tiere nicht eigenmächtig in abgesperrten Gefahrenbereichen suchen.
Verknüpfte Inhalte
Zum vollständigen Notfallplan für Zuhause
Allgemeine Grundlage: BBK-Ratgeber zur Notfallvorsorge. Tiermedizinische Fragen mit der Tierarztpraxis klären.
