Wer regelmäßig Medikamente oder medizinische Hilfsmittel benötigt, sollte Lieferengpässe und kurzfristige Evakuierungen im persönlichen Notfallplan berücksichtigen. Es geht nicht um unkontrolliertes Bevorraten, sondern um Übersicht, rechtzeitige Abstimmung und sichere Lagerung.
Eine aktuelle Medikamentenliste führen
- Name des Präparats und Wirkstoff
- Dosierung und Einnahmezeit
- Grund der Anwendung, soweit für Helfende wichtig
- Allergien und bekannte Unverträglichkeiten
- behandelnde Praxis und Stammapotheke
- Datum der letzten Aktualisierung
Ändere Dosierung oder Einnahme niemals aufgrund einer allgemeinen Internetempfehlung. Maßgeblich sind ärztliche Verordnung und fachliche Beratung.
Vorrat individuell abstimmen
Kläre mit Arzt und Apotheke, welcher angemessene Vorrat möglich ist und wie Folgerezepte organisiert werden. Kühlpflichtige Arzneimittel brauchen einen gesonderten Plan. Eine Kühltasche ist nicht automatisch für jede Lagerdauer geeignet; Temperaturanforderungen des Präparats müssen eingehalten werden.
Hilfsmittel und Verbrauchsmaterial
Dokumentiere Batterien, Ladegeräte, Schläuche, Filter, Katheter, Teststreifen oder andere notwendige Materialien. Prüfe, welche Geräte bei Stromausfall weiterlaufen müssen und welche sichere Ersatzversorgung der Hersteller oder Versorger vorsieht.
Für eine Evakuierung vorbereiten
- Medikamente in Originalverpackung mitführen.
- Medikationsplan und wichtige Verordnungen einpacken.
- Notwendige Hilfsmittel mit Namen kennzeichnen.
- Kontakt des Versorgers und technische Gerätedaten notieren.
- Transport- und Lagerbedingungen beachten.
Notfallinformationen schützen
Gesundheitsdaten sind sensibel. Bewahre die vollständige Liste geschützt auf, aber so, dass eine benannte Vertrauensperson sie im Notfall findet. Eine verkürzte Karte kann lebenswichtige Allergien, Diagnosen und Kontakte enthalten.
Verknüpfte Inhalte
Zum vollständigen Notfallplan für Zuhause
Grundlage: BBK-Ratgeber und Checklisten zur Notfallvorsorge. Bei medizinischen Fragen Arzt oder Apotheke einbeziehen.
